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forum.lautenba.ch - Eure Saison 2o11 - Haubenmeise & Co

Haubenmeise & Co

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Registriert: Jun 2010
Beiträge: 250
Hallo Ines und Amselfreunde,

nach X gescheiterten Versuchen ist Karl-Heinz jetzt doch noch Vater geworden.
Auf einer Pergola, die noch nicht viel von Rosaregen berankelt ist, hat die Amselmutter es geschafft, ein Nest zu bauen.
Kälte und üble Nässe waren ungünstig.

Und heute Morgen lag ein Junges im Gras unten. Da es noch atmete, gab ich ihm erstmal 2 Tropfen Zuckerlösung und 1 in leichtem Öl getränkte Haferflocke.
Hab den Kleinen in ein Blumendrahtkörbchen auf schnell gedrehten trocknen Halmen gelegt und das Ganze an einen Reiter der Pergola unmittelbar neben das Nest gehängt.
Die Amselmutter saß versteinert auf dem Nest und kuckte zu.
Nach einer 3/4 Std. hatte ich Traubenzucker und frisches ungewürztes Gehacktes besorgt. Als ich auf die Leiter stieg saß die Mutter immer noch auf dem Nest.
Der Kleine hatte inzwischen sein Geschäft gemacht und sperrte den Schnabel auf. Er piepste sogar.
Also nochmal eine kleine Ration gefüttert und den munteren Kleinen vorsichtig unter die Flügeln der Mutter geschoben. So ganz behagte es ihr nicht, aber sie flog auch nicht weg.

Na mal sehen, ob da was zu retten war ...
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Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Moin Birgit,

das ist ja eine anrührende Geschichte. Ich bin völlig platt, dass Amselmuttchen kein Aufstand gemacht hat. Schätze, du hast jetzt ein Stein im Brett bei ihr. Offensichtlich zahlt sich die Hartnäckigkeit ihrer häufigen Brutversuche nun doch aus. Ist zwar recht spät, aber dadurch, dass es so häufig regnete, steht es zumindest für die Amseln mit ihrer Futtersuche besser als am Anfang ihrer Brutsaison.
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Liebe Grüße ... Ines
Mitglied
Registriert: März 2009
Beiträge: 1366
Ort: Dresden
Hallo Birgit,

das ist ja super! :D
Dass das Weibchen nicht wegflog wundert mich, aber vielleicht kennt sie Dich doch recht gut und ist deshalb nicht so scheu gewesen?

Ich drücke die Daumen, dass bei dem Paar alles gutgeht.

VG
Steffen
Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Moin Birgit und Steffen,

naja, ich als Weibchen würde Birgit auch vertrauen, wenn mein Mann von ihr täglich 5 Rosinen erhält.

Birgit, gibt es Neuigkeiten von der Amselbrut? Okay, du wirst nicht jeden Tag zum Nest hochklettern, aber vielleicht konntest du etwas beobachten? War das Amseljunge schon befiedert und hatte offene Augen?
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Liebe Grüße ... Ines
Mitglied
Registriert: Jun 2010
Beiträge: 250
Hallo Ines und Steffen,

doch, doch - ich hab´ öfters auf der Leiter nach dem Rechten gesehen.
Die Amseln ließen sich auch sehr nah fotografieren, sie kennen mich seit Winter 2010/11.
3 Kleine Amseln und 2 unausgebrütete Eier waren im Nest.
Hier noch ein letztes Foto vom Amselvater Karl-Heinz bei der Fütterung der Nestlinge, die schon kleine Fleischklopse waren und Federansätze zeigten. Die Augen gingen schon auf.

Benutzerübermitteltes Bild

Ich hatte mir so viel Mühe mit der kleinen Amsel, die runtergefallen war, gegeben und es hatte auch richtig funktioniert.
Und so gings weiter:

2.37 Uhr habe ich es letzte Nacht im Bett gehört, Kreischen und Amselgeschrei.
Am Morgen aus allen Fenstern Ausschau gehalten,
dann beim Rundgang war alles still!

Gegen 9 Uhr auf die Leiter hoch und in´s Nest geschaut - keine der 3 kleinen Amseln und kein unausgebrütetes Ei mehr im Nest.
Karl-Heinz und sein Muttchen sind total durcheinander!

Der Marder muss sehr viele hungrige Junge haben und das bedeutet Nachwuchs, keine Pieper mehr, nur noch zerbissene Autokabel.
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Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Hallo Birgit,

au weh, was für ein Drama. Diese Brutsaison steht für die beiden ja wahrlich unter keinem guten Stern. Wenn man solche ein Dilemma miterlebt, kann einem das ganz schön nahe gehen. Ich hatte ja mal irgendwo erwähnt, dass das Nest der brütenden Rauchschwalben abgestürzt ist. Das Schwalbenpärchen war auch ganz verstört und es dauerte lange Zeit, ehe die beiden nicht mehr zur ehemaligen Neststelle zurückkamen und einem “normalen“ Tagesablauf folgten. Tja, das war jetzt wohl hautnah ein Einblick in den Amselalltag und ein Vorgeschmack von dem, mit dem sie tagtäglich klar kommen müssen. Ist schon ganz schön heftig.
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Liebe Grüße ... Ines
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Registriert: März 2009
Beiträge: 1366
Ort: Dresden
Hallo Birgit,

sehr schade! :|

Dieses Jahr scheint die Natur "Deinen" Amseln nicht Gutes zu wollen. Nur Futterlieferant müssen sie spielen...

VG
Steffen
Mitglied
Registriert: Jun 2010
Beiträge: 250
Hallo Ines und Steffen,

prima, dass Du, liebe Ines, noch einen weiteren inforeichen Amselartikel (Mediathek) gefunden hast.
Erst seit diesem Jahr habe ich die Amseln genauer unter die Lupe genommen. Sicher haben sie vor Jahren auch schon so zauselig ausgesehen, nur seit diesem Jahr fürchtet man diesen Usutuvisrus. Bisher sind bei uns nur mageres Federkleid und der Rückzug während der Mauserzeit als übereinstimmende Merkmale mit den Virusanzeichen zu finden. Ich habe zum Glück kein Torkeln oder anderweitig auffälliges Verhalten feststellen können.

Benutzerübermitteltes Bild Karl-? frisst/Frühstück
Benutzerübermitteltes Bild Karl-? trinkt


Aber so gut wie auf seinem rechten Auge kann er links nicht sehen, er hält den Schnabel auch oft etwas schief.

Und nebenbei: Ich habe immer noch keine neuen Ohrenkneifer! Und Steffen?
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Mitglied
Registriert: März 2009
Beiträge: 1366
Ort: Dresden
Hallo Birgit,

Hmm... schade mit den Amseln. Ich habe am Wochendende wieder die erste Amsel seit vielen Wochen gesehen, sie sah ganz normal wie eine Amsel aus. Keine Auffälligkeiten. Auch sind eine ganze Menge in der Gegend unterwegs und "schimpfen" jeden Früh und Abend.

Ich bin erst am Sonntag zu den Ohrenkneifern gekommen. Der eine Nistkasten war wieder mit gefühlt 500 Kneifern besiedelt. Ich habe sie sanft herausgelassen - einfach am Kasten ein paar Stunden geöffnet. Beim Rest wurde kurz nachgeholfen.
Dann die Gewürznelken rein - nun heisst es abwarten.

Besucht wird der Kasten ordentlich. Herr Meiserich hat heute sogar seine Partnerin(?) mitgebracht. Vielleicht gefällt ihm der Weihnachtsduft... ;)

Im anderen Kasten waren nur ein paar Kneifer. Auch dort habe ich 2/3 Nelken hinterlassen.

VG
Steffen
Mitglied
Registriert: Jun 2010
Beiträge: 250
Hallo,

endlich ist es mir gelungen, das Naturfutterangebot für Singvögel in meinem Gärtchen zu erweitern!!!
Über 10 Jahre wächst mein Judasbaum schon im Garten. Er trägt jedes Jahr viele Samenstände, die wie Erbsenschoten aussehen und im Wind sehr rascheln.
Und jeden Herbst habe ich versucht, die Schoten mit kleinen Samenkörnern im Inneren den Vögeln anzubieten. Sie kannten dieses Futter nicht. Jetzt hatte ich ihnen die Schoten geöffnet und sie haben endlich begriffen, dass man die Schoten auch selbst aufritzen kann.
Durchs Fliegengitter fotografiert, daher unscharf.

Benutzerübermitteltes Bild
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Und die Amseln sind am Efeu interessiert.
Benutzerübermitteltes Bild
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Mitglied
Registriert: März 2009
Beiträge: 1366
Ort: Dresden
Hallo Birgit,

sehr schön! Auch die Vögel lernen dazu. Wer frisst von den Schoten, eher Amseln?
Oh... habe ich erst übersehen. Eine Blaumseise ist auf den Bildern zu entdecken. ;)

Bei uns im Garten sind seit ein paar Tagen auch wieder 3 Amseln zu sehen. den ganzen Spätsommer müssen die sich woanders herumgedrückt haben.

VG
Steffen
Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Moin ihr beiden,

die Blaue habe ich auch erst auf dem zweiten Blick entdeckt. Klasse, dass sie nun eine zusätzliche Futterquelle haben und es freut mich zu sehen, dass es bei dir/euch auch wieder zu Amselbesuchen komt. Noch ist der Virus ja am wüten. Geht denn außer den Meisen noch irgendwer an die Judassamen?
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Liebe Grüße ... Ines

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