forum :: dirk lautenbach

forum.lautenba.ch - Eure Saison 2o12 - Drama bei den Tannenmeisen

Drama bei den Tannenmeisen

Seite: 1 2 >

Autor Beitrag
Mitglied
Registriert: Jun 2012
Beiträge: 119
Hallo Zusammen!
Habe mich nun ordentlich angemeldet, nachdem ich einige Birdcams als Gast beobachtet habe und finde es super, das es hier auch ein Forum gibt. Noch hat keiner meiner Kästen eine Kamera, aber vielleicht für die nächste Saison. Habe direkt am Haus einen Nistkasten, in dem zweimal nacheinander Tannenmeisen ihr Glück versucht haben. Die erste Brut war unglaublich für dran und vor ca. 6 Wochen konnte ich vier gutentwickelte Jungmeisen beim Auszug beobachten. Kurz darauf wollte ich den Kasten säubern, aber da saß schon wieder eine Tannenmeis auf frischen Eiern! Ob das wohl eher ein anderes Paar war, sonst hätten sie gleich noch am Tag nach den Auszug neu anfangen müssen?
Naja, jedenfalls ging alles prima weiter bis vor ein paar Tagen ein Buntspecht den Kasten entdeckt hat. Ich konnte ihn Anfangs noch verscheuchen, doch heute hat er zwei Küken geholt. Und das, obwohl sie fast schon flügge sind, wie kann er so was großes fressen? Die haben sich leider ganz aufgeregt um das Flugloch getummelt und wollen schon bald raus. Es ging so unglaublich schnell, da war nix zu machen. Das ist deprimierend! Ich mach mir Sorgen um die anderen zwei Kästen, da sind noch Feldsperlinge beim Brüten.
Wir wohnen relativ waldnah am Rand von HH, da gibts oft Raubvögel und Krähenvögel sowieso, aber daß nun ausgerechnet der Buntspecht so räuberisch ist...
Grüße aus dem Norden, Claudia
(Deleila heißt meine Katze..)
Mitglied
Registriert: März 2009
Beiträge: 1366
Ort: Dresden
Hallo Deleila,

Herzlich willkommen im Forum.

Ja auch Buntspechte holen Kücken. Auch schon fast flügge gewordene.
Wenn der das einmal spitz bekommen hat, dann hilft eventuell eirgendetwas am Kasten, was ihn von Flugloch abhält. Ganz so ohne ist das zwar auch nicht, wenn die Altvögel füttern, aber was besseres würde mir nicht einfallen.

Wie so oft, auch das ist Natur. Spätesens,wenn die Jungvögel ausgeflogen sind sind sie Teil der Welt ausserhalb des Kastens. Traurig ists für uns Menschen allemale.

VG
Steffen
Mitglied
Registriert: Jun 2012
Beiträge: 119
Hallo Steffen,
ja ich denke auch dass ich diesen Kasten für die kommende Saison irgendwie besser schützen muß, auch wegen der allgegenwärtigen Elstern.
Die noch brütenden / fütternden Feldsperlinge sind jeweils in einem von diesen länglichen Kästen mit zwei Einfluglöchern und Räuberschutz, doch wenn die Küken ganz vorne sitzen kann man da auch nicht viel tun. Einen der Kästen hat sich der Specht auch schon mal vor ein paar Tagen genau angeschaut. Ich glaube er hat sein Revier direkt hier in der Nähe, es gibt hier auch in den Gärten teilweise noch große alte Tannen. Ich schwanke auch immer zwischen helfen und der Akzeptanz, dass dies zum Kreislauf der Natur gehört.
Die Vögel in unseren Gärten sind auch nur ein Ausschnitt, den wir beobachten können, andere Vogelarten bleiben im Verborgenen und müssen auch so klar kommen.
Dennoch halte ich "künstliche" Nisthilfen für sinnvoll und werde mich weiter auf jede neue Brut freuen.
Gerade bei den kleinen Meisenarten gibt es oft hohe Verluste, sonst würden sie garnicht erst so viele Eier legen.
Grüße, Claudia
Mitglied
Registriert: Mai 2012
Beiträge: 9
Ort: Zürich, Schweiz
Ich kann Deinen Frust verstehen...
Es gibt ja Nistkästen mit speziellen Vorrichtungen oder spezieller Bauart, aber wenn die fast flüggen Jungen direkt am Loch sitzen, nützt auch das nichts mehr.
Man müsste so eine Art «Tunnel» am Loch haben; die Meiseneltern müssen hindurchkriechen und der Specht käme nicht mehr ans Loch... aber das müsste von Anfang an montiert sein, damit die Meiseneltern damit zurechtkommen.
Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Hallo Deleila,

auch von mir ein warmes Willkommen im Forum.

Ja, ist heftig so einen "Mundraub" mitanzusehen. Vor ein paar Tagen hat sich der Häher eine junge und zu langsame Blaumeise direkt vom Knödel gepflückt. So schnell kan man/frau gar nicht reagieren, um das zu verhindern. Es mag sich krass anhören, aber ich komme damit besser klar, wenn Häher oder Specht sich diese Nahrung beschaffen, als wenn es Nachbars Katze ist, die ja von einem Menschen versorgt wird. So sage ich mir, hat auch der Nachwuchs vom "Raubvogel" etwas im Magen und wird satt. Aber, ist nicht einfach. :?

Sind die flügge gewordenen Tannenmeisen denn noch in der Nähe geblieben, sodass du sie beobachten oder hören kannst?
_______________
Liebe Grüße ... Ines
Mitglied
Registriert: Jun 2012
Beiträge: 119
Eine kleine Tannenmeise kann ich in der Nähe noch hören, eine saß bis vorhin noch immer im Kasten. Und die zwei anderen, naja, Ihr wisst ja, was passiert ist. Mehr sind nicht übrig, leider.
Aber es ist schon richtig, die natürlichen Räuber haben auch ihre Berechtigung, die Miezekatze folgt meist nur ihrem Spieltrieb, denn Futter bekommen die meisten Katzen genug zu Hause. Ich habe selbst Katzen, allerdings reine Stubenhocker, aber ich würde immer versuchen, sie zur Zeit der Nestflüchtlinge auch mal drin zu behalten.
Es gibt viele Katzen bei uns, doch die meisten Verluste gehen zu Lasten der Elstern oder Hähern, vor allem bei den Amselnestern.
Immerhin hat es der erste "Durchgang" bei den Tannemeisen gut geschafft!
LG, Claudia
Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Zitat
doch die meisten Verluste gehen zu Lasten der Elstern oder Hähern, vor allem bei den Amselnestern.


Da stimme ich dir zu, Deleila. Habe hier bei 3 Amselbrutpaaren nur ein fideles Küken sehen können. Ich denke, das ist das Übel, wenn man Bodenbrüter ist, bzw. im Dickicht versucht seinen Nachwuchs groß zu ziehen.
_______________
Liebe Grüße ... Ines
Mitglied
Registriert: März 2009
Beiträge: 1366
Ort: Dresden
Amseln sind halt Futterlieferanten. :twisted:

Nee Spass beiseite. Deshalb brueten die Nicht-Hoehlenbrueter vermutlich so oft im Jahr.

VG
Steffen
Mitglied
Registriert: Jun 2012
Beiträge: 119
Nachtrag zum gestrigen Drama:
so gegen 19 Uhr war der letzte Pieper auch draussen und ich konnte beobachten, dass er in der Nähe im Gebüsch saß und von Altvogel auch gefüttert wurde. Gerade als ich wieder gehen wollte kam nochmal der Buntspecht um nachzusehen obs noch was zu holen gibt. Da nix mehr drin war im Kasten ist er auch schnell wieder abgeschwirrt.
Später dann, ca. 21 Uhr, konnte ich keine Hinweise auf die Tannenmeisenfamilie mehr finden, abe bisher war es immer so, dass sie sehr schnell aus der Nähe des Brutkastens verschwunden sind.
Nun wird es bald interessant bei den Feldsperlingen, das Paar im Vorgarten füttert schon länger und man kann die Küken schon recht laut hören. Die Feldsperlinge sind aber insgesamt viel vorsichtiger und diskreter als die Meisen. Direkt daneben ist ein Amselnest im Gebüsch, auch da geht es hoch her. Ich werde versuchen den Ausflug mitzukriegen, aber bei den "ersten" Amseln hinten im Garten hab ich es auch verpasst.
Die Feldsperlinge im hinteren Garten haben erst vor kurzen angefangen, doch da ist es glaube ich schon der zweite Ansatz, eventuell auch von einem weitern Paar, da war vor einiger Zeit viel Trubel und es sind wohl schon welche ausgeflogen. Hier sind die Jungvögel aber schon recht weit entwickelt wenn sie ausfliegen und im Gebüsch von den Altvögeln nicht so leicht zu unterscheiden.
Bin schon gespannt!

LG, Claudia
Mitglied
Registriert: Jun 2012
Beiträge: 119
So, am vergangenen Sonntag sind die Amseln ausgezogen. Es waren wohl drei. Montags konnte ich definitiv noch zwei beobachten, wie sie in der Nähe gefüttert wurden. Am Diesntag habe ich sie nicht mehr gesehen. Wir haben hier dieses Jahr so viele Amseln, daß man nicht sagen kann, welche "die eigenen" sind.
Heute sind die Feldsperlinge wohl kurz davor, sich auch davon zu machen. Ob es mehr als zwei sind, kann ich nicht sagen, jedenfalls hängen die beiden jedesmal wenn der Altvogel erscheint, so weit aus den Fluglöchern, dass sie fast rausfallen. Manchmal stecken sie ihre Köpfe auch einfach so mal raus und gucken sich die Umgebung genau an, doch dann ziehen sie sich doch lieber erst mal wieder zurück. Leider kann man das nur schwer fotografieren, da hier zu viele Zweige im Weg hängen. Ich muß mich am Küchenfenster jedesmal halb verrenken, um nachsehen zu können. Aber die beiden sind wirklich super niedlich!

LG, Claudia
Mitglied
Registriert: Mai 2008
Beiträge: 1033
Hallo Claudia,

ach, wenigstens du kannst (bedingt) gute Amselnachrichten bekannt geben. Ein kleiner Trost für die erfolglosen Amselnachrichen. Fall bloß nicht raus, wenn du die "Fensterverrenkungen" betreibst. Kannst du das lärmende Betteln der Jungsperlinge durchs geschlossene Fenster hören?
Na dann hoffe ich auf einen erfolgreichen Ausflug und vielleicht gelingt es dir ja, ein paar Bilder aus der freien Wildbahn von ihnen zu machen.
_______________
Liebe Grüße ... Ines
Mitglied
Registriert: Jun 2012
Beiträge: 119
So, nun komme ich endlich dazu, weiter zu berichten.
Die Sperlinge sind schon vor einiger Zeit ausgezogen, halten sich aber immer noch rund um den Nistkasten auf, um hier ihr Revier zu besetzen.
Das Amselnest im Vorgarten ist schon wieder belegt. Und auch im hinteren Garten war nochmal ein Nest entstanden und vor zwei Tagen ist daraus eine Amsel ausgeflogen. Dieses Jahr haben wir wirklich nicht so viele Emttäuschungen bei den Amslen, das war die Jahre zuvor oft nicht so. Viele Jahre lang hatten wir ein Eslternpaar das in direkter Nachbarschaft seinen Brutbaum hatte, da wurden oft die Nester geplündert.
Was mir aber in den vergangenen 2-3 Jahren aufgefallen ist, ist der Rückgang an Kohl- und Blaumeisen in unserer Gegend. Dafür sind dann die Feldsperlinge deutlich mehr geworden.

Bis demnächst, Claudia

Seite: 1 2 >

forum.lautenba.ch is powered by UseBB 1 Forum Software